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Die Bloody Mary ist der wohl bekannteste herzhafte Drink der Welt: Tomatensaft, Wodka, Zitrone und eine kräftige Würzmischung, in der Worcestersauce die Hauptrolle spielt. Ohne sie schmeckt der Drink nach kaltem Tomatensaft mit Alkohol. Mit ihr bekommt er Tiefe, Säure und diesen leicht rauchigen, salzigen Unterton.
Woher kommt die Bloody Mary?
Ganz geklärt ist das nicht. Zwei Namen tauchen immer wieder auf: Der Barkeeper Fernand Petiot soll den Drink Anfang der 1920er-Jahre in der New York Bar in Paris gemixt haben und brachte ihn später ins St. Regis Hotel nach New York. Der Entertainer George Jessel wiederum wurde schon 1939 in einer Zeitungsnotiz mit einem Drink namens Bloody Mary in Verbindung gebracht – damals halb Tomatensaft, halb Wodka. Petiot sagte später selbst, er habe diese simple Mischung erst mit Gewürzen zu dem gemacht, was wir heute kennen. Woher der Name stammt, ist ebenfalls offen.
Zutaten
Für 1 Glas (Highball, ca. 300 ml):
- 120 ml Tomatensaft, gut gekühlt
- 4 cl Wodka
- 1,5 cl frischer Zitronensaft
- 4–6 Spritzer Worcestersauce (etwa 1 TL)
- 2–3 Spritzer Tabasco oder andere Chilisauce
- 1 Prise Selleriesalz, 1 Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- ½ TL geriebener Meerrettich (optional)
- Eiswürfel
- Zur Deko: 1 Stange Staudensellerie, 1 Zitronenspalte
Zubereitung
- Ein Glas mit Eiswürfeln füllen und kalt stellen.
- Tomatensaft, Wodka, Zitronensaft, Worcestersauce, Tabasco, Selleriesalz, Pfeffer und Meerrettich in einen Shaker oder ein Rührglas mit Eis geben.
- Nicht kräftig schütteln, sondern „rollen“: Den Inhalt mehrmals zwischen zwei Gefäßen hin- und hergießen. So wird der Drink kalt, ohne dass der Tomatensaft schaumig wird.
- Abschmecken und bei Bedarf mit Worcestersauce, Zitrone oder Pfeffer nachjustieren.
- Auf frisches Eis ins Glas abseihen. Mit Selleriestange und Zitronenspalte servieren.
Virgin Mary – die alkoholfreie Variante
Für die Virgin Mary lässt du den Wodka einfach weg und nimmst 150 ml Tomatensaft. Weil der Alkohol fehlt, wirkt der Drink etwas flacher – gleiche das mit einem zusätzlichen Spritzer Worcestersauce und etwas mehr Zitrone aus. Ein Schuss Gurkenwasser aus dem Glas oder ein paar Tropfen Gurkensaft geben zusätzlich Frische.
Warum Worcestersauce so wichtig ist
Tomatensaft ist süßlich und eher flach. Worcestersauce bringt drei Dinge mit, die ihm fehlen: Säure aus Essig und Tamarinde, Salz und Umami – beim Original aus Sardellen – und eine leichte Gewürznote von Nelke und Zwiebel. Zusammen mit Zitrone und Chili entsteht das typische Profil zwischen würzig, scharf und frisch.
Wer es klassisch mag, greift zu einer Sauce mit Sardellen wie Lea & Perrins. Für vegane Gäste brauchst du eine Sorte ohne Fisch – eine Übersicht findest du unter vegane Worcestersauce. Alle Sorten im direkten Vergleich der Zutaten stehen im Worcestersaucen-Vergleich.
Tipps für die perfekte Bloody Mary
- Alles kalt: Tomatensaft und Wodka vorher in den Kühlschrank. Warmer Saft verwässert das Eis schnell.
- Erst wenig, dann mehr: Mit 4 Spritzern Worcestersauce anfangen, probieren, nachwürzen. Zu viel macht den Drink bitter-salzig.
- Salzrand: Glasrand mit Zitrone befeuchten und in eine Mischung aus Selleriesalz und Pfeffer tauchen.
- Für mehrere Gäste: Die Würzmischung ohne Wodka als Krug vorbereiten und im Kühlschrank ziehen lassen. Wodka erst beim Einschenken dazugeben.
- Varianten: Mit Gin heißt der Drink oft Red Snapper, mit Tequila Bloody Maria.
Garnitur: klassisch oder üppig
Klassisch kommen eine Selleriestange und eine Zitronenspalte ins Glas. Die Selleriestange dient gleichzeitig als Rührstab. Wer es aufwendiger mag, steckt Oliven, Cornichons, Kirschtomaten oder eingelegte Peperoni auf einen Spieß. Manche Bars servieren die Bloody Mary sogar mit Garnelen oder knusprigem Speck – das ist eher Show als Notwendigkeit. Entscheidend bleibt der Drink selbst: kalt, gut gewürzt und mit frischer Zitrone.
Sachlich zum Alkohol
Ein Glas mit 4 cl Wodka enthält etwa 13 g reinen Alkohol. Die Bloody Mary gilt als „Katerdrink“ – Alkohol hilft aber nicht gegen einen Kater, er verschiebt ihn nur. Wer fährt, schwanger ist oder keinen Alkohol trinkt, nimmt die Virgin Mary: Sie schmeckt mit guter Würzung erstaunlich vollständig.
Häufige Fragen
Wie viel Worcestersauce kommt in eine Bloody Mary?
Etwa 4 bis 6 Spritzer pro Glas, das entspricht ungefähr einem Teelöffel. Am besten mit weniger beginnen und nach dem Probieren nachwürzen.
Was ist der Unterschied zwischen Bloody Mary und Virgin Mary?
Die Virgin Mary ist die alkoholfreie Version ohne Wodka. Die Würzung mit Worcestersauce, Zitrone und Chili bleibt gleich und darf etwas kräftiger ausfallen.
Ist eine Bloody Mary vegan?
Meist nicht, denn klassische Worcestersauce enthält Sardellen. Mit einer veganen Worcestersauce wird der Drink vegan.
Sollte man eine Bloody Mary schütteln?
Besser nicht kräftig, weil der Tomatensaft sonst schaumig und dünn wird. Barkeeper „rollen“ den Drink zwischen zwei Gefäßen hin und her.






